Einmal mehr präsentierte sich die CDU als die dominante Kraft im Kreis. Bei der Nominierung der/des Bundestagskandidaten im Wahlkreis 260 in der vollgefüllten Sindelfinger Stadthalle bewarben sich 6 Kandidatinnen/Kandidaten um die Nachfolge des Maichinger Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger, der schon vor Wochen erklärt hatte, zur Bundestagswahl 2017 nicht mehr antreten zu wollen. Mit absoluter Mehrheit wurde der 37-jährige Böblinger Stadtrat und CDU Stadtverbandsvorsitzende Marc Biadacz im zweiten Wahlgang gewählt, nachdem er diese im ersten Wahlgang nur hauchdünn verfehlt hatte. 

Mit nahezu 500 anwesenden Mitgliedern sowie vielen Gästen erreichte die CDU eine Anzahl bei der Nominierungsversammlung, die weit über der aller anderen Parteien im Kreis liegt. Gestärkt durch diese große Mobilisierung ihrer Mitglieder geht die CDU voll Vertrauen in den Bundestagswahlkampf 2017 mit dem Ziel mit Marc Biadacz das Direktmandat zu gewinnen und sich auch bei der Zweitstimme als führende Kraft im Kreis zu beweisen.

Durch den Verzicht unseres langjährigen Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger auf eine erneute Kandidatur zur Bundestagswahl ist der CDU Kreisverband Böblingen nun in der Pflicht, eine/n neue/n Kandidatin/en zu nominieiren. Die Nominierungsversammlung findet am

Samstag, den 19. November 2016 um 14.00 Uhr im großen Saal der Stadthalle Sindelfingen 

statt.

Falls Sie eine MItfahrgelegenheit suchen, dürfen Sie sich gerne unter der Rufnummer 929823 (Vorsitzende Elke Groß) melden!

 

v.l.n.r. Redaktionsleiter Digital beim Böblinger Bote Jan-Philipp Schlecht, Regionalrätin Regina Wagner, Stadtrat Marc Biadacz, Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, Schulrektor des Lise-Meitner-Gymnasiums Hans Oberhollenzer, Paul Nemeth MdL.

Am vergangenen Freitag stellten sich Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann und Schulrektor Hans Oberhollenzer (Lise-Meitner-Gymnasium) den Fragen von Jan-Philipp Schlecht (Redaktionsleiter Digital, Böblinger Bote) und Bürgern im Treff am See in Böblingen.

Eingeladen hatte der CDU-Stadtverband Böblingen im Rahmen der Reihe „Lebens//Werte//Stadt“ und durfte rund siebzig Teilnehmer begrüßen. Marc Biadacz, Gastgeber und Vorsitzender der CDU Böblingen, freute sich über das große Interesse und stellte klar, dass er auch in Zukunft den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern sicher stellen werde. Der CDU-Landtagsabgeordnete Paul Nemeth lobte in seinem Grußwort den Einsatz von Marc Biadacz und dem Stadtverband, der mit diesem durchdachten Konzept „aus einem Guß“ ein starkes Signal für eine „Graswurzel-Politik“ in das Land sende.

Auf die Frage von Moderator Jan-Philipp Schlecht, ob die Politik die Lehrerkräfte angemessen auf Digitalisierung und soziale Netzwerke vorbereite, konnte Ministerin Dr. Eisenmann auf die gute Resonanz der bisherigen Angebote verweisen. In den letzten Monaten hatten rund zehntausend Lehrkräfte von der Möglichkeit Gebrauch gemacht sich weiterzubilden und neue Aspekte der Medienpädagogik kennen zu lernen. Durch regelmäßige Fortbildungen sollen Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg auch künftig an diese Themen heran geführt werden. Sie erinnerte jedoch daran, dass im richtigen Umgang mit den neuen Medien Schule und Eltern gleichermaßen gefordert seien. Hans Oberhollenzer verwies auf so genannte Entwicklungsfenster bei Kindern, die es gilt pädagogisch richtig zu nutzen. Weiter gab Oberhollenzer zu bedenken, dass an Schulen pro Woche durchschnittlich zwei bis drei Fälle von Cybermobbing zu beklagen seien. Auch hier wären Eltern gefordert ein Auge auf ihre Kinder zu haben. Darüber hinaus würden die Schulen diesen Schattenseiten mit einem vielfältigen Angebot von Beratungs- und Präventivprogrammen begegnen.

Tablets und digitale Medien können Schulbücher und konventionelle Lernmethoden nicht ersetzen, wohl aber sinnvoll ergänzen, wusste Dr. Susanne Eisenmann schließlich zu resümieren. Sie unterstrich die Wichtigkeit von grundlegenden Fertigkeiten wie Lesen und Schreiben lernen und warnte vor einem zu frühen und ausschließlichen Einsatz von digitalen Medien an Grundschulen. Eine wertvolle Entwicklung von Kindern ließe sich nicht auf eine bloße Wischfunktion auf Tablets beschränken, appellierte Eisenmann, stellte jedoch klar, dass wir eine Entwicklung im digitalen Bereich brauchen und künftig so einsetzen müssen, dass es einen echten Mehrwert beim Lernen gibt.

„Der Ausbau der Elektromobilität ist einer der Schlüssel, um die Automobilindustrie fit für die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte zu halten“, erklärte der Böblinger CDU-Abgeordnete. Als weltweit größter Produktionsort des Konzerns sei das Werk in Sindelfingen geradezu dafür prädestiniert, auf dem Weg in die Elektromobilität voranzuschreiten. Das schaffe nicht nur Arbeitsplätze, sondern stärke die gesamte Zulieferer- und Forschungsindustrie der Region und des Landes. „Damit wird das Daimlerwerk in Sindelfingen seine führende Position in der Automobilindustrie behalten“, so Nemeth.

Die Umstellung der Verkehrssysteme auf elektrische Antriebe sei eine Zukunftsaufgabe mit großen Chancen für Mobilität, Umwelt- und Klimaschutz sowie für die Wirtschaft. Der Erfolg jedoch hänge maßgeblich davon ab, dass die Politik die dafür notwendigen Weichen stellt, erklärte Nemeth: „Wir wollen, dass Baden-Württemberg an der Spitze dieser Gesamtentwicklung steht. In der Landesregierung werden wir die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen. So sind Staat und Wirtschaft jetzt beispielsweise gefordert, Konzepte für den Ausbau von Ladestationen und Netzen sowie tragfähige Geschäftsmodelle für die Ladeinfrastruktur zu entwickeln“, so der Energieexperte. Gleichzeitig jedoch dürfe die Fortentwicklung der Verbrennungsmotoren nicht aus den Augen verloren werden: „Der Verbrennungsmotor wird auch in Zukunft gebraucht. Auch hier gibt es noch große Effizienzpotenziale“, sagte Nemeth.

Nemeth kündigte abschließend einen Termin mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut beim Daimlerwerk in Sindelfingen an, um vor Ort die Konsequenzen dieser Entwicklung zu besprechen.

 

v.li.:Rudolf Decker MdL a.D. mit Ehefrau,  Ministerpräsident a.D. Edmund Stoiber , Clemens Binninger MdB, CDU-Ehrenvorsitzender Erhart Ehlert, CDU Kreisvorsitzender Matthias Kauffmann, CDU Ortsvorsitzender Marc Thollembeck

Zum 26. Mal feierte der CDU-Ortsverband Ehningen zusammen mit dem CDU-Kreisverband Böblingen den Tag der Deutschen Einheit. Die Reihe prominenter Festredner setzte in diesem Jahr der frühere bayrische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber fort.

Schon bald nach Öffnung des Saals waren die Plätze gefüllt. Über dreihundert Gäste und Freunde der CDU waren gekommen, um den Worten des kantigen CSU-Urgesteins zu lauschen. Dabei wurde Edmund Stoiber seinem Ruf, eines Mannes der klaren Worte, auch gerecht.

Mit Blick auf die pöbelnden Entgleisungen der AfD bei den Feierlichkeiten in Dresden erklärte Stoiber: „Die Einheit ist nicht abgeschlossen, sondern eine immerwährende Herausforderung.“ Gegen die Feinde der Demokratie, egal ob von links oder rechts, sei mit aller Härte vorzugehen.
Bei allen Schattenseiten sei die mit der Wiedervereinigung sowohl die politische als auch die wirtschaftliche Stärke Deutschlands gewachsen, so der frühere bayrische Ministerpräsident.
In Bezug auf die Flüchtlingspolitik forderte Stoiber Verständnis für die kleineren europäischen Staaten, insbesondere auf bundesdeutscher Seite. Das Verständnis und die Bedeutung des Asylrechtes seien letztendlich von der Erinnerung an die deutsche NS-Vergangenheit geprägt. Die anderen europäischen Staaten seien in diesen Zusammenhang aber Opfer gewesen.

Edmund Stoiber war es des Weiteren wichtig, seinen Wunsch formuliert zu wissen, dass sich Europa in einem viel stärkeren Maße für den Konflikt in Syrien interessieren müsse.

Diesen prominenten Festredner zu verdanken, hatte die CDU der Hartnäckigkeit und dem Bemühen des örtlichen Bundestagsabgeordneten Clemens Binninger. Der Maichinger Abgeordnete war schon in der Vergangenheit nicht müde geworden, stetig Einladungen nach München zu schicken, um den Hochkaräter Stoiber für die Ehninger Feierlichkeiten zu gewinnen.

Der CDU Kreisvorsitzende Dr. Matthias Kauffmann erklärte in seinem Schlusswort, dass es in der DDR ein Leitmotiv gegeben hätte, das eigentlich alles aussagt: „Diktatur des Proletariats“. In diesem Satz stecke die Überzeugung, dass die Mehrheit von Arbeiter und Bauern im Staat gebildet werde und diese einheitlich denken, was aber nicht der Fall ist und war. Demgegenüber stehe das Leitmotiv der Bundesrepublik. „Die Gründerväter haben in der Präambel unserer Verfassung das christliche Menschenbild gestellt. Bei uns sind die Menschen unterschiedlich und dürfen dies auch sein.“, so Kauffmann. Der Kreisvorsitzende dankte dem CDU-Ortsverband Ehningen unter Führung von Marc Thollembeck für die Organisation der Feierlichkeiten, die zu einer festen Tradition im Kreis geworden sind.