Thomas Riesch (Bürgermeister der Gemeinde Gärtringen), Harald W. Nübel, Sabine Kurtz MdL, Paul Nemeth MdL, Gerlinde Messer und Thomas Wuwer

 

"Wir freuen uns, dass Sie auf uns zugekommen sind und sich für die Arbeit des VdK interessieren", begrüßte der VdK-Kreisvorsitzende Harald W. Nübel die Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz und Paul Nemeth zum gemeinsamen Austausch im Samariterstift in Gärtringen. Anlass des Gesprächs war für die beiden CDU-Politiker, dass sich im Landtag eine Enquetekommission mit Themen rund um die Pflege beschäftigt. „Diese Kommission wurde auf Initiative der CDU-Fraktion eingerichtet, und wir suchen immer wieder Gelegenheiten in unseren Wahlkreisen, um etwas über die praktischen Erfahrungen und Probleme im Pflegebereich zu erfahren“, erläuterte Sabine Kurtz. Weitere Gesprächsteilnehmer waren Gerlinde Messer, VdK-Kreisvorstandsmitglied und Heimfürsprecherin im Pflegeheim Hildrizhausen sowie Mitglied im Kreisseniorenrat, und Thomas Wuwer, Schriftführer im VdK-Kreisvorstand, ehem. Betriebsrat und Schwerbehindertenvertreter bei IBM, der im VdK auch die Beratung von Behinderten übernimmt.

Der VdK wurde ursprünglich als Interessensvertretung der Kriegsopfer gegründet. Heute sind in ihm auch behinderte und chronisch kranke Menschen jeden Alters, Rentner und Senioren, Alleinstehende und Sozialversicherte organisiert. „Der VdK-Kreisverband besitzt insgesamt 21 Ortsverbände. Unsere Mitgliederzahl steigt jährlich um rund 5 Prozent“, erläuterte Harald W. Nübel den CDU-Abgeordneten. Besonders hob er die gute Zusammenarbeit im Kreis Böblingen hervor. Der VdK verfüge über viele ehrenamtlich engagierte Mitglieder sowie über ein enges Netz von hauptamtlich besetzten Geschäftsstellen. „Damit bieten wir unseren Mitgliedern Beratung im ‚Dschungel der Bürokratie‘, unterstützen sie bei Anträgen und fungieren als Scharnier zu Rentenversicherung, Sozialversicherung oder Kranken- und Pflegeversicherung“, so der VdK-Kreisvorsitzende.

Ein zentrales Anliegen des VdK sei die Stärkung der ambulanten Pflege. „Damit könnte man bis zu 99 % der Pflegebedürftigen eine Betreuung zu Hause ermöglichen“, erklärte Gerlinde Messer. Die geplanten Änderungen auf Bundesebene zur Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs beobachte der VdK aufmerksam und kritisch. „Wir fordern einen Bestandsschutz, denn das zukünftige Punktesystem darf nicht dazu führen, dass Patienten schlechter gestellt werden als mit den derzeitigen Pflegestufen“, erläutert Gerlinde Messer. Die CDU-Abgeordneten verwiesen darauf, dass in Zukunft der individuelle Unterstützungsbedarf des Einzelnen im Zentrum der Bewertung stehen soll. Derzeit richten sich die Pflegestufen nach dem Zeitbedarf, den die Pflegekräfte für die Kranken aufwenden.

Sabine Kurtz dankte dem VdK für seinen wertvollen ehrenamtlichen Einsatz. „Es ist bewundernswert, welch umfangreiche Sachkenntnisse Sie sich angeeignet haben und mit welch großem Engagement Sie sich Menschen in schwierigen persönlichen Situationen widmen“, hob die Leonbergerin hervor. Paul Nemeth drückte seinen Respekt vor dem Wandel aus, den der VdK durchlaufen habe. „Vom Verband für Kriegsversehrte hat er sich zum modernen Dienstleistungsverband weiterentwickelt, der sich den Herausforderungen der heutigen Gesellschaft erfolgreich stellt“, so der Böblinger CDU-Landtagsabgeordnete.